Zukunft statt Kreidezeit: weltbeste Bildung im 21. Jahrhundert!
Die Bildungs- und Schulpolitik hängt in Deutschland mehrere Jahrzehnte hinter der Zeit zurück. Es braucht einen echten und grundlegenden Kurswechsel um die Bildung ins 21. Jahrhundert zu bringen, mit dem Ziel den Schülerinnen und Schülern in Schleswig-Holstein die bestmögliche Bildung anbieten zu können.
Gerade vor diesem Hintergrund ist die Kürzungspolitik der schwarz-grünen Landesregierung entschieden zu verurteilen. Alle notwendigen Reformen die es für einen echten Bildungsaufbruch braucht, benötigen zwingend ausreichende Finanzmittel. Anstatt an der Zukunft junger Schleswig-Holsteiner zu sparen, braucht es ein Finanzierungsversprechen der Politik, der allen anderen Bereichen überzuordnen ist. Um dem Reformbedarf in der Bildung gerecht zu werden, fordern wir mit der Bildungsmilliarde die dauerhafte Erhöhung der Bildungsausgaben um eine Milliarde Euro, sowie eine zuverlässige jährliche Erhöhung des Bildungsbudgets um wenigstens 5%. Denn nur mit ausreichender Finanzierung können die dringend notwendigen Personalbedarfe, Ausstattungen, Reformen und Einzelmaßnahmen gewährleistet werden.
Zu lange hat Politik sich damit begnügt, ein veraltetes System notdürftig zu verwalten, das Individualität ablehnt, Chancen verweigert und mehr auf zentralistische Einheitsschule als auf individuelle Talente setzt. Ein modernes Bildungssystem muss jungen Menschen die Fähigkeiten vermitteln, die sie tatsächlich in ihrem zukünftigen Leben brauchen werden. Unser Ziel ist eine Bildungslandschaft, die Talente erkennt, stärkt und konsequent auf Zukunft ausrichtet.
Für einen echten Aufbruch braucht es vor Allem den politischen Mut mit alten Glaubenssätzen zu brechen & neue Wege zu gehen, konsequent auf heutige bildungswissenschaftliche Erkenntnisse zu setzen und wo immer nötig mit der Rückwärtsgewandheit deutscher Bildungspolitik zu brechen, um das beste Bildungssystem Deutschland zu etablieren.
- Für ein Bildungssystem, dass den Ansprüchen einer Welt von Morgen gerecht wird, fordern wir eine Neufassung der Fächerstruktur, Lehrinhalte und Fachanforderungen. Dabei muss es entscheidend darum gehen Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln, die die Schülerinnen und Schüler auch tatsächlich brauchen. Hierfür ist es unerlässlich, dass veraltete Lehrinhalte reduziert werden, um die Unterrichtskapazitäten für neue Inhalte verfügbar zu machen. Um darüber hinaus stärker auf die individuellen Interessen, Fähigkeiten und Talenten zu setzen, müssen die Selbstgestaltungsmöglichkeiten der Schüler durch einen höheren Anteil an Wahlpflichtfächern abhängig von fortschreitender Jahrgangsstufe deutlich erhöht werden. Nur so kann die Bildungspolitik jedem Schüler individuell gerecht werden. Neue Berücksichtigung braucht es insbesondere für lebensnahe Lerninhalte, insbesondere eine echte Medienbildung, den Umgang mit modernen Technologien, stärkere Vermittlung von Wirtschafts- und Finanzwissen und ein viel tiefergehender Politikunterricht.
- Auch die Gestaltung und Inhalte der Fächer bedarf einer Generalüberholung und muss stärker auf moderne, zeitgemäße Inhalte bezogen werden, um die Bedeutung und das Interesse für Schüler aufrechtzuerhalten. Anstatt durch Verbote neue Technologien aus der Schule zu verbannen, muss moderner Unterricht auf die sinnstiftende, direkte Integration moderner Lehrmethoden und -möglichkeiten setzen. Auch die Einbindung und der Umgang mit künstlicher Intelligenz muss flächendeckend gewährleistet werden. Im Rahmen der Leistungsüberprüfung und Bewertung muss wieder strenger auf das tatsächliche Leistungsprinzip gesetzt werden, wobei auch die Leistungserbringung individualisiert und nach moderneren Maßstäben erfolgen muss. Dabei gilt insbesondere, dass die faktische Dominanz von schriftlichen Klausurprüfungen flexibilisiert und mehr Freiraum für alternative Klausurersatzleistungen geschaffen werden muss.
- Um Schüler bestmöglich nach ihren Talente, Interessen und Fähigkeiten individuell zu fördern und zu fordern, ist auch verstärkt auf moderne Unterrichtsmethoden und mehr individuelle Flexibilität der Lernmethoden zu setzen. Neben traditionellem Frontalunterricht soll verstärkt auf begleitetes und selbstverantwortliches Lernen, sowie projektbezogener Wissensvermittlung gesetzt werden. Somit können auch wichtige Fähigkeiten wie Selbstorganisation, Lernfähigkeit und generell eine stärkere Individualisierung gefördert werden. Damit die individuelle Förderung jedes Einzelnen ganzheitlicher gedacht werden kann, sollen sowohl besonders leistungsstarken Schülern gezielt Fördermöglichkeiten eröffnet als auch Schüler bei Schwierigkeiten über die reine Lernförderung hinaus unterstützt werden. Zudem soll die Berufs- und Studienorientierung organisatorisch gebündelt und enger mit der freien Wirtschaft kooperiert werden. Dadurch können Lehrkräfte zugunsten ihres eigentlichen Lehrauftrags entlastet und der Übergang von der Schule in Ausbildung, Studium oder Unternehmertum deutlich verbessert werden.