Absurde Legendenbildung zum Liebing-Rücktritt

Zur aktuellen Berichterstattung über angebliche Hintergründe zum Sturz des Spitzenkandidaten der CDU Schleswig-Holstein, Ingbert Liebing, erklärt der Sprecher der FDP Schleswig-Holstein, Dr. Klaus Weber:

„Die aktuelle Berichterstattung von NDR Schleswig-Holstein Magazin und ‚Lübecker Nachrichten‘ über eine angebliche Einflussnahme der FDP Schleswig-Holstein beim überraschenden Rücktritt des christdemokratischen Spitzenkandidaten, Ingbert Liebing, wird sicherlich nicht als Sternstunde des Journalismus in die Annalen des Landes eingehen. Die in den Berichten vorzufindende Insinuierung, die FDP Schleswig-Holstein habe entsprechende negative Antworten für den damaligen CDU-Spitzenkandidaten beauftragt, ist günstigenfalls schlecht recherchiert.

Gerade der Korrespondent der ‚Lübecker Nachrichten‘ jedenfalls hätte es besser wissen müssen, hatte doch eine Forsa-Befragung der ‚Kieler‘ und ‚Lübecker Nachrichten‘ vom April dieses Jahres exakt den gleichen Wert für Liebing ergeben. Hierzu schrieben die Lübecker Nachrichten am 18. April: ‚Die Union hat der Umfrage zufolge ohnehin mit eigenen Probleme zu kämpfen. Denn Ingbert Liebing trauen nur neun Prozent der Befragten die Rolle des Spitzenkandidaten überhaupt zu.‘  Der hierzu gehörige Kommentar wurde übertitelt mit der Frage: ‚Wer ist Liebing?‘ Dass bei der aktuellen Insa-Umfrage die Werte Liebings ebenfalls bei neun Prozent lagen, zeigt höchstens, dass die damaligen Forsa-Zahlen von LN und KN offenbar valide waren.

Vor diesem Hintergrund haben wir uns über die positiven Werte des designierten Spitzenkandidaten der FDP Schleswig-Holstein, Wolfgang Kubicki, und über die Berichterstattung von Focus Online (‚Bürger finden Kubicki kompetenter als Albig‘) sehr gefreut.

Die derzeit vor allem innerhalb der CDU Schleswig-Holstein betriebene Legendenbildung über eine angebliche Einflussnahme der FDP Schleswig-Holstein beim überraschenden Rücktritt Liebings weisen wir gelassen zurück. Die dahinter stehende Idee, dass politische Mitbewerber über das Spitzenpersonal der CDU mitbestimmen können, hat uns aber überrascht. Mehr als überraschend war für uns die Ahnungslosigkeit der Spitze der CDU-Fraktion in dieser Frage.

Dieser Vorgang sagt vielleicht mehr über den aktuellen Zustand der CDU Schleswig-Holstein aus, als ihr selbst lieb sein kann.“