Unser Programm vorgestellt:

Kindertagesbetreuung und Bildung

Kein Mensch kommt ohne individuelle Talente auf die Welt. Wir Freie Demokraten wollen dafür sorgen, dass Kinder sich frei entfalten können. Jedes Kind soll in seiner natürlichen Neugierde, seinem Interesse an den Dingen des Alltags und seiner Umwelt gestärkt werden. Ein Mensch, der gelernt hat seine Welt zu verstehen, wird darin auch seinen Weg finden. Jeder Mensch wächst mit seiner Bildung. Bildung ist die wertvollste Ressource und die Chance zum sozialen Aufstieg. Das Ziel der Freien Demokraten ist eine chancengerechte Bildung für jeden.

Qualitativer und Quantitativer Ausbau der Kindertagesbetreuung

Für junge Familien ist ein attraktives Bildungs- und Betreuungsangebot vor Ort ausgesprochen wichtig. Eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist nur dann möglich, wenn Eltern ein zuverlässiges und qualitativ gutes sowie bezahlbares Betreuungsangebot für ihre Kinder zur Verfügung steht. Wir Freie Demokraten wollen daher den weiteren bedarfsgerechten qualitativen und quantitativen Ausbau von Kindertagesstätten in den Städten und Gemeinden voranbringen und setzen uns dabei für eine Trägervielfalt ein. Die Kommunen müssen sich darauf einstellen, dass der Kita-Bedarf vor allem für Kinder unter drei Jahren anwachsen wird und zusätzliche Plätze geschaffen werden müssen, um den Rechtsanspruch zu erfüllen. Dazu sind immer mehr Eltern auf flexiblere und erweiterte Öffnungszeiten angewiesen, weil auch das Berufsleben zeitlich immer mehr Flexibilität erfordert. 4 Um auf diese Bedarfe zeitnah reagieren zu können, wollen wir dafür sorgen, dass die KitaBedarfsplanung von den Kommunen jährlich fortgeschrieben wird. Auch ist aus unserer Sicht grundsätzlich bei der Schaffung von neuen Wohngebieten der sich daraus ergebende zusätzliche Bedarf an Krippen- und Kindergartenplätzen in der Kita-Bedarfsplanung zu berücksichtigen.

Stärkung der Kindertagespflege

Wir Freie Demokraten wollen die gleichwertige Förderung der Kindertagespflege, damit die Eltern bei der Kinderbetreuung eine echte Wahlmöglichkeit haben. Dies kann durch die Schaffung eines gemeindlichen Angebotes (Anmietung von Wohnraum, Anstellung sozialpädagogischer Assistenz) oder durch eine Attraktivitätssteigerung des freiberuflichen Kindertagespflegewesens (z.B. durch Übernahme der Ausbildungskosten oder einen Betreuungszuschuss durch die Gemeinde) geschehen.

Gute Konzepte brauchen gutes Personal

Kindertagesstätten, ob in freier oder kommunaler Trägerschaft, haben meist gute Konzepte für frühkindliche Bildung, aber oftmals nicht genug Personal, um diese immer umzusetzen. Es muss daher verstärkt mit Anreizen um Erzieherinnen und Erzieher geworben und der zunehmend anspruchsvollere Beruf weiter aufgewertet werden. Nur so können Sprachentwicklung, musisch-künstlerisches Talent und mathematischnaturwissenschaftliches Interesse in den Kitas frühzeitig gefördert werden. Gerade der Sprachförderung kommt in den ersten Lebensjahren die größte Bedeutung zu. Keine Option stellt für die Freien Demokraten eine dauerhafte Vergrößerung der Gruppengröße über den Standards nach dem Kindertagesstättengesetz bzw. der Kindertagesstättenverordnung dar.

Kita-Finanzierung reformieren, Elternbeiträge deckeln

Wir Freie Demokraten Schleswig-Holstein unterstützen die Pläne des FDP-geführten Familienministeriums, das System der Kindertagesbetreuung bis 2020 zu reformieren und dabei die Elternbeiträge zu stabilisieren und schließlich auf niedrigem Niveau zu deckeln. Die Kommunen sollen stufenweise finanziell entlastet und die Qualität in den Einrichtungen verbessert werden. Aufgrund der Vereinbarung zwischen der Landesregierung und den kommunalen Landesverbänden vom 11. Januar 2018 erhalten die Kommunen in den Jahren 2018 bis 2020 eine so hohe Entlastung bei den Betriebskosten im Krippen- und Kitabereich, dass eine 5 Erhöhung der Elternbeiträge verzichtbar ist. Eine Erhöhung der Elternbeiträge lehnen wir daher entschieden ab. Aus Sicht der Freien Demokraten ist es für die Nachvollziehbarkeit von Verwaltungsentscheidungen unerlässlich, Gebührenbedarfsberechnungen offen und transparent darzulegen. Eine schlüssige Kostendarstellung schafft Akzeptanz bei den Eltern und steigert das Vertrauen in die Kommunalverwaltung. Die Einbindung der Elternvertretungen in wichtige Entscheidungsprozesse muss daher rechtzeitig und fortlaufend gewährleistet sein.

Übergang Kita-Schule

Wir Freie Demokraten wollen den Übergang von der Kita zur Grundschule qualitativ verbessern und verlässlicher gestalten. Dazu sind Vereinbarungen mit den kommunalen Schulträgern zu treffen. Zusätzlich sind gemeinsam mit den Trägern und Leitungen der Kindertagesstätten Konzepte zu entwickeln, die das zukünftige Schulkind auf den Schuleintritt vorbereiten. Dazu gehören unterstützende Angebote zur motorischen, sozialen und geistigen Entwicklung genauso wie besondere Begabungsförderung.

Modern ausgestattete Schulen

Wir Freie Demokraten wollen jedem Kind eine gute schulische Bildung ermöglichen. Sie ist Grundvoraussetzung für ein eigenständiges, eigenverantwortliches Leben. Dazu gehört, dass es jedem Kind möglich sein muss, altersgerecht in seinen individuellen Fähigkeiten gefordert und gefördert zu werden. Dazu müssen Schulen räumlich, personell und finanziell entsprechend ausgestattet sein. Wir sind uns der Verantwortung bewusst, dass guter Unterricht nicht nur von guten Lehrern abhängt, sondern auch von einer guten Lernumgebung. Kommunale Bildungsaufgaben haben für uns Freie Demokraten eine hohe Priorität und Schulgebäude sind eine der wesentlichen kommunalen Pflichtaufgaben. Dazu gehören auch Schulhöfe, die zur Erholung und zur Bewegung einladen. Moderne Pädagogik braucht moderne Ausstattung. Das betrifft naturwissenschaftliche Fachräume, aber auch geeignete Räumlichkeiten für andere Fächer. Ebenso muss der Umgang mit digitalen Medien selbstverständlich werden. Wir Freien Demokraten werden uns für technisch moderne Ausstattungen in den Schulen einsetzen. Dazu gehört auch der Einsatz von interaktiven Whiteboards und Tablets (als 6 Klassensatz) an jeder Schulart, damit die „Kreidezeit“ zu Ende gehen kann. Es ist allerdings erforderlich, dass Lehrerinnen und Lehrer sich entsprechend weiterbilden, denn die digitale Technik setzt eine völlig neue Didaktik voraus. Getreu dem Grundsatz „Kurze Beine, kurze Wege“ setzen wir uns für den Erhalt von kleinen Grundschulstandorten ein. In begründeten Fällen soll zudem mithilfe eines Sicherstellungszuschlages der Erhalt von kleinen Außenstellen gewährleisten werden. Die Gemeinschaftsschule vor Ort werden wir in ihren Bemühungen des differenzierenden Unterrichtens unterstützen. Dabei wollen wir es ihnen auch ermöglichen, abschlussbezogene Klassen einzurichten. Wir werden die Gymnasien bei ihrem Wechsel zu einem neunjährigen Bildungsgang unterstützen. Dafür notwendige bauliche Anpassungen sind in einem ersten Schritt festzustellen und dann auch mit Hilfe von Landesmitteln umzusetzen.

Ganztägige Schule mit Qualität

Der Bedarf an Ganztagsplätzen an unseren Schulen wächst kontinuierlich. Nicht alle Eltern wünschen dieses Angebot, doch wer es wünscht, soll es nutzen können. Viele sind schließlich darauf angewiesen. Und für viele Kinder ist dieses Angebot auch entscheidend für ihren Bildungserfolg. Es zählt aber nicht nur Quantität, sondern vor allem Qualität. Wir brauchen den pädagogisch vernünftig gestalteten Tag, eine attraktive Mensa, Mediatheken und Freizeiträume. Damit wird die Wahlfreiheit zwischen Halbtags- und Ganztagsschule realisiert. Für ein attraktives Ganztagsangebot werden wir gemeinsam mit Vereinen und Verbänden vor Ort sorgen. Den bedarfs- und nachfrageorientierten Ausbau von Ganztagsangeboten und nachmittäglichen Betreuungen werden wir in enger Abstimmung mit den Eltern und Schulen vornehmen, wobei hier auch das Land als Partner zur finanziellen Unterstützung gebraucht wird. Ein bezahlbares Essensangebot und ein guter Mensabetrieb soll in enger Kooperation mit den Schüler-, Eltern- und Lehrervertretungen entwickelt und unterstützt werden. Dazu wollen wir die Kompetenz der Deutschen Gesellschaft für Ernährung einbeziehen.

Sichere Schulwege und verlässliche, günstige Schülerbeförderung

Wir Freie Demokraten setzen uns für sichere Schulwege ein. Nicht vorhandene, nicht befestigte oder schlecht beleuchtete Fuß- und Radwege gefährden die Sicherheit unserer Kinder und sind ebenso wie überfüllte Schulbusse ein Problem, das wir lösen werden. Neben 7 einem erhöhten Unfallrisiko unterliegen die Schulkinder hier einem täglichen, unausweichbaren Stress. Wir fordern einen bedarfsorientierten Einsatz von Fahrzeugen mit geschultem Personal. Eine veränderte schulische Landschaft erfordert eine Fahrplanausgestaltung, die sich an tatsächlichen Schulbetriebszeiten orientiert bzw. umgekehrt. Die Wartezeiten nach Schulende sollten maximal 30 Minuten betragen. Familien mit Kindern werden in der heutigen Gesellschaft schon zu stark finanziell belastet. Die FDP setzt sich deshalb für eine möglichst kostengünstige, aber sichere Schülerbeförderung ein.

Berufliche Bildung

Die berufliche Bildung sichert die duale Ausbildung und die wirtschaftliche Entwicklung von Kommunen und Kreisen. Öffentliche berufsbildende Schulen und regionale Berufsbildungszentren haben somit mit ihrem breiten Bildungsangebot wichtige strukturpolitische und entwicklungspolitische Funktionen. Diese wird die FDP z.B. durch die Stärkung von Lernortkooperationen fördern. Auch im Bildungsbereich gilt es, Doppelstrukturen zu vermeiden, die auf unterschiedlichen kommunalen Ebenen vermeidbare Kosten verursachen.

Lebenslanges Lernen

Wir Freie Demokraten sehen in Volkshoch- und Musikschulen, Familienbildungsstätten, Mehrgenerationenhäusern sowie Vereinen und anderen kulturellen Begegnungsorten geeignete Partner für ein ansprechendes und wichtiges Angebot sowohl für Fortbildungsmöglichkeiten als auch zur Freizeitgestaltung. Wir werden ihre Arbeit nachhaltig unterstützen. Jugendhilfe muss Familien in Not unterstützen Die Jugendhilfe ist personell und finanziell so auszugestalten, dass dem Bundeskinderschutzgesetz Rechnung getragen wird. Der Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen muss entschieden entgegengewirkt werden. Familien in Not müssen sich auf die schnelle und kompetente Hilfe durch die Jugendhilfe verlassen können.