Schule
Dr. Ekkehard Klug, MdL, Bildungspolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion:
"Das neue Schulgesetz ist eine gigantische Mogelpackung. Die Bildungsministerin verspricht, aus Blei Gold machen zu können, wenn sie den Schulen mehr Unterricht zusagt."
Schulen stärken – mehr Unterricht für unsere Kinder
Die Broschüre als pdf zum Herunterladen.
Bildung ist ein wertvolles Gut und beginnt nie zu früh. Wir setzen uns deshalb für Kindergärten mit einem guten Bildungsangebot und kleinen Gruppengrößen ein. Grundschulen müssen in der Lage sein, die Kinder gezielt zu fördern. Die Zwangseinschulung aller Sechsjährigen halten wir für falsch: Es gibt auch Kinder, die erst mit sieben Jahren zur Schule gehen sollten, wenn Kinderärzte dazu raten. Schüler müssen wieder mehr Unterricht bekommen. Der Unterrichtsausfall muss aufhören.
Für ein vielfältiges Schulangebot
Allein die FDP-Fraktion hat gegen die Auflösung der Realschulen gekämpft. Beim PISA-Ländervergleich haben Schleswig-Holsteins Realschulen Spitzenergebnisse erreicht. Sie sollten daher neben den Gymnasien und den Gemeinschaftsschulen wenigstens als Angebotsschulen erhalten bleiben.
Die Gymnasien werden von der Landesregierung gezielt benachteiligt. Ohne eine bessere Lehrerversorgung können sie die Anmeldungswelle nicht bewältigen. Berufliche Bildung ist ein Eckpfeiler unseres Schulsystems: für junge Menschen in der Berufsausbildung und für jene, die in berufsbildenden Vollzeitschulen qualifizierte Abschlüsse erreichen. Auch hier geht es darum, Lebenschancen zu sichern.
Wir setzen uns für einen fairen Umgang des Landes mit den Schulen in freier Trägerschaft ein. Alle Schulen brauchen Freiraum für eigenverantwortliches Handeln, frei von Gängelung.
G-8 als zusätzliche Herausforderung
Das Abitur nach zwölf Jahren ist eine neue zusätzliche Herausforderung für Schüler, Eltern und Lehrer. Auch hier ist, wie in den anderen Schulformen auch, die Einrichtung von Ganztagsschulen geboten. Sie ermöglichen neben zusätzlichem Unterricht auch eine sinnvolle Freizeitgestaltung und andere pädagogische Hilfen, die für viele Schüler wichtig sind. Besonders bei einem schwierigen sozialen Umfeld sind solche Angebote unverzichtbar, wenn die Schule mit ihrer Arbeit Erfolg haben soll. Die FDP-Fraktion will außerdem Schulsozialarbeit als gemeinsame gesetzliche Aufgabe des Landes und der Gemeinden.
Dr. Ekkehard Klug:
Die Landesregierung lässt die Gymnasien bei der Umsetzung der G-8-Reform im Stich. Sie verweigert ihnen die dringend notwendigen Rahmenbedingungen, durch die eine solche Reform überhaupt angemessen durchgeführt werden kann. Hinzu kommt, dass für die Schulträger viel zu wenig Geld da ist. So werden die Kinder, Eltern und Lehrer doppelt gestraft.



