Rente/Alterssicherung
Dr. Heiner Garg, MdL, Sozialpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion:
"Aktuell sind überhaupt nur 45% der über 55-jährigen und 28% der über 60-jährigen erwerbstätig. Damit hält Deutschland im Vergleich zu den wichtigsten OECD-Staaten den Negativrekord."
Rente – Herausforderung der Bevölkerungsentwicklung annehmen
Die Broschüre als pdf zum Herunterladen.
Tim (12) hat einen Traum: Er will in ein paar Jahren Pilot werden. Mutter Ulrike ist Krankenschwester, Vater Bernd arbeitet als Schlosser. Bleibt es bei den momentanen Rentenberechnungen muss Tim von seinem späteren Verdienst rund 25 Prozent für die Rente seiner Eltern zahlen. Das wird für ihn ein Problem, denn er muss für seine eigene Rente nicht nur länger arbeiten, sondern selbst auch mehr zurücklegen.
Was können wir für Tim und seine Eltern tun?
Immer mehr Menschen werden glücklicherweise älter und haben ein ausreichendes Einkommen im Alter verdient. Dagegen steht die gleichbleibende und in der Zukunft sogar abnehmende Zahl von Menschen, die arbeiten und die Beiträge aufbringen. Alles zusammengenommen eine große Herausforderung.
Die FDP-Fraktion nimmt mit ihrem Renten-Modell „Flexibler Eintritt in die Rente bei Wegfall der Zuverdienstgrenzen“ diese Herausforderung an: Danach soll für alle Versicherten ab 60 Jahren der Rentenzugang (in Voll- oder Teilrente) möglich sein. Dies unter der Voraussetzung, dass die bis dahin erworbenen Ansprüche des Versicherten aus gesetzlicher Rente sowie betrieblicher und privater Altersvorsorge über dem Grundsicherungsniveau liegen.
Im Westen arbeiten nur noch knapp 28% der Menschen im Alter zwischen 60-und 65 Jahren. Damit verzichtet die Gesellschaft auf einen reichen Schatz an beruflicher Erfahrung und persönlicher Leistungsfähigkeit.
Wer länger arbeitet, bekommt mehr Rente
Für jedes Jahr längerer Arbeit steigt die Rente um 3,6 Prozent, ab dem 65. Lebensjahr sogar um sechs Prozent. Zugleich wird die zunehmende Lebenserwartung für jeden Geburtsjahrgang im Rentenwert berücksichtigt. Dadurch erreichen wir Generationengerechtigkeit und eine gerechte Verteilung der Lasten zwischen den verschiedenen Jahrgängen. Außerdem soll die Erziehungsleistung von Eltern in der kapitalgedeckten Altersvorsorge berücksichtigt werden.
Längere Teilhabe am Erwerbsleben
Für Deutschland muss das Leitbild gelten, möglichst lange am Erwerbsleben teilzuhaben, statt wie bisher möglichst früh daraus auszuscheiden. Anstatt über die Köpfe der Betroffenen hinweg zu bestimmen, was gut für sie ist, setzt die FDP auf die freie Entscheidung des Einzelnen.
Dr. Heiner Garg:
Auf die Erfahrung und das Wissen älterer Arbeitnehmer können wir gar nicht verzichten. Sie bilden das Fundament für die Zukunftsfähigkeit der Arbeitsplätze der jüngeren Menschen in unserer Gesellschaft.



