FDP LV Schleswig-Holstein

Donnerstag, 17. Mai 2012
Kernenergie / Katastrophe in Japan

Jürgen Koppelin: Katastrophe in Japan zwingt zum Nachdenken!

 13.03.2011

Zur Atomkatastrophe in Japan und der aktuellen Diskussion über Kernenergie erklärt der schleswig-holsteinische FDP-Landesvorsitzende Jürgen Koppelin:

„Die Katastrophe in Japan und das Leid der dortigen Bevölkerung machen mich fassungslos. Wir müssen alles tun, um den Menschen im Krisengebiet schnell und unbürokratisch zu helfen.“

Zugleich geht Koppelin davon aus, dass die Katastrophe auch in Deutschland die Diskussion über die Kernenergie erheblich verschärfen wird. „Die FDP Schleswig-Holstein lehnt die im vergangenen Jahr von der Bundesregierung beschlossene Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke nach wie vor ab“, so Koppelin. „Wir fordern die Bundesregierung auf, ihre Entscheidung erneut zu überdenken – auch mit dem Ziel, ältere Kraftwerke abzuschalten. Kernenergie ist nur eine Übergangstechnologie, bis erneuerbare Energien in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen. Grundsätzlich werden wir uns von der Kernenergie verabschieden müssen.“

Eine Verlängerung der Reststrommengen bei jüngeren Kernkraftwerken sei nur dann akzeptabel, wenn gleichzeitig ältere Kraftwerke vom Netz genommen werden. Die wichtigsten Aspekte in der Diskussion über Kernenergie seien das Sicherheitsmanagement der Anlagen sowie der Verbleib der entstehenden hochradioaktiven Abfälle. „Eine pauschale Verlängerung der Laufzeiten von Kernkraftwerken ist mit diesen Kriterien nicht zu vereinbaren“, so Koppelin weiter. Der FDP-Landesvorsitzende kündigt an: „Wir werden alles dran setzen, um auch bei unserer Bundespartei ein Umdenken einzuleiten.“

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