FDP LV Schleswig-Holstein

Mittwoch, 8. Februar 2012
05.06.2009

Dr. Christel Happach-Kasan: ''Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft ist von zentraler Bedeutung, um gute Ideen schnell zur Marktreife zu bringen.''

03.06.2009

In einem Grußwort zur Eröffnung des Wirtschafts-
und Wissenschaftsparks MariCUBE und GMA (Gesellschaft für marine Aquakultur) in
Büsum sagte die FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan am
Mittwoch:

"Die Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft ist von zentraler
Bedeutung, um gute Ideen schnell zur Marktreife zu bringen. Der heute eröffnete
Wissenschaftspark stärkt den maritimen Wirtschaftssektor in Schleswig-Holstein.
Deutschland hat einen erheblichen Nachholbedarf in der Aquakulturforschung.
Dieser Wissenschaftspark ist ein notwendiger Anstoß, Versäumnisse aufzuholen
und Anschluss an internationale Entwicklungen zu finden. Der maritime
Wirtschaftssektor hat in Schleswig-Holstein ein Volumen von über 5 Milliarden
Euro und bietet rund 50.000 Menschen Arbeit. Es lohnt, diesen Sektor durch
Forschung zu unterstützen".
"Die hier in Zukunft zu erforschenden und entwickelnden  Verfahren und
Produkte leisten wichtige Beiträge zu Zukunftsfragen der Menschheit und finden
in einem sehr dynamischen Umfeld statt - und vor dem Hintergrund weltweiten
Wettbewerbs.  Proteingewinnung aus dem Meer, Aquakultur zur 
Bekämpfung der Überfischung der Weltmeere, CO2-Bindung mit Hilfe von
Algen, pharmazeutische Nutzung von Sekundärstoffen von Algen sind Themen
internationaler mariner Forschung. Obwohl das Meer 70% unseres Planeten
bedeckt, wissen wir darüber weniger, als über die meisten anderen terrestrischen
Lebensräume".

Schleswig-Holstein als Land zwischen den Meeren ist ein hervorragender Standort
für jegliche marine Forschung. Als Mitglied der Ostseeparlamentarierkonferenz
sind mir die Probleme der Überfischung der Meere sehr bewusst.  Vor
Somalia ist daraus eine Frage von Krieg und Frieden geworden, denn die Piraten
vor Somalia  waren eigentlich Fischer, bevor ihnen durch Raubbau die
Lebensgrundlage genommen wurde. Wenn Aquakultur es möglich  macht,
den Nutzungsdruck auf unsere Meere zu mildern, ist das ein herausragender
Zukunfts-Beitrag.

Die
heute eröffnete Einrichtung steht im globalen Wettbewerb mit
renommierten  Forschungseinrichtungen in aller Welt.  Sie hat die
volle Unterstützung der Politik nicht nur verdient - sie braucht sie
auch, um
bestehen zu können. Ich setze mich für ein freiheitliches
Forschungsklima ein
und für unbürokratische Rahmenbedingungen, die Voraussetzung für eine
kreative Forschung
sind. Erneut zeigt sich, dass nicht die Welt vor Technik geschützt
werden will, sondern mit Ihrer Hilfe Natur und Umwelt schützen kann.

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